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Nachrichten aus unserem Haus

Nur zehn Prozent der Senioren legen Wert auf Barrierefreiheit

Viel entscheidender für die Zufriedenheit der älteren Bewohner sind gute Einkaufsmöglichkeiten, ein Balkon oder eine Terrasse.

Auch wenn bei älteren Menschen andere Kriterien Vorrang haben: Barrierefreiheit ist aufgrund der demografischen Entwicklung immer wichtiger. Treppen und schwellenfreie Eingänge, bodengleiche Duschen und ein ebener Zugang zum Balkon sind noch viel zu selten Standard in Wohnungen.


Der Traum einer Werkstatt in den eigenen vier Wänden:

Wer sich seine Freizeit gerne mit kleinen Handwerksarbeiten vertreibt oder auch größere Arbeiten am Haus und Garten in Eigenregie erledigt, findet in einer eigenen Werkstatt nicht nur wichtige Werkzeuge und Maschinen, sondern auch einen ganz persönlichen Rückzugsort. Während für manche Hobbyhandwerker bereits eine Ecke im Keller oder in der Garage ausreicht, benötigen andere mehr Platz für ihre Handwerkstätigkeiten. Vor allem für diejenigen, die mit Maschinen arbeiten, um beispielsweise Holz zuzuschneiden oder Metallteile zu fräsen, lohnt sich der Kauf einer kleine Werkstatthalle. Unterschiedliche Anbieter bieten Werkstatthallen nach Maß an. Diese kosten zwischen 3.000 und 5.000 Euro. Ganz gleich ob es sich um eine Hobbywerkstatt oder eine Werkstatthalle handelt, ein Strom- und ein Wasseranschluss sind für viele Arbeiten elementar. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass ausreichend Steckdosen an den richtigen Stellen verlegt werden bzw. vorhanden sind. Wer mit Holz arbeitet, sollte einen Anschluss für Starkstrom legen, da einige Maschinen nur so ins Laufen gebracht werden können. Auch die Beleuchtung spielt in einer Werkstatt eine wichtige Rolle. Helles, an der Decke und der Werkbank angebrachtes Licht sorgt für klare Sichtverhältnisse und erleichtert das Arbeiten. Bei der Zusammenstellung der gesamten Ausstattung lohnt es sich, auf Qualität zu achten, auch bei der Anschaffung des Werkzeugs sowie der Maschinen. Vom Akkuschrauber über eine Wasserwaage bis hin zum Schleifgerät, eine gute Werkstatt zeichnet sich durch eine Vielfalt an Geräten und Maschinen aus. Befestigungsmaterial wie Gafferband, Kleber, Schrauben und Nägel sollte ebenfalls nicht fehlen. In speziellen Systemwänden und Schränken können alle Materialien und Werkzeuge übersichtlich verstaut werden, sodass sie bei den nächsten Werkstunden leicht auffindbar sind. Nicht zu vergessen ist die Schutzausrüstung in der Werkstatt. So dürfen eine Schutzbrille, Gehörschutz, Hand- und Arbeitsschuhe sowie eine Atemschutzmaske nicht fehlen. Quelle: bauen-und-heimwerken © photodune.net

Studie: Anforderungen bei Planung von Neubauquartieren:

Aufgrund der steigenden Heterogenität in der Gesellschaft sollten bei der Entwicklung und Planung von Stadtquartieren die Anforderungen der unterschiedlichen sozialen Gruppen berücksichtigt und Lösungsansätze für ein vielfältiges Miteinander gefunden werden. Aus diesem Grund hat das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) die Studie „Soziale Mischung und gute Nachbarschaft in Neubauquartieren – Planung, Bau und Bewirtschaftung von inklusiven Wohnanlagen“ herausgegeben. Diese Analyse richtet sich sowohl an Stadtentwickler und Wohnungsbauunternehmen als auch an Zuständige in den Kommunen. Die Studie beinhaltet 16 konkrete Fallbeispiele, die von dem Stadtplanungs- und Sozialforschungs-Institut Weeber+Partner bereitgestellt wurden. Anhand dieser Beispiele analysieren 14 Wohnungsunternehmen aus der Privatwirtschaft und dem Staatsbetrieb unterschiedliche Aspekte von sozial gemischten Stadtquartieren. Dabei spielen Ausprägung und Umfang der sozialen Durchmischung in den jeweiligen Vierteln eine wichtige Rolle. Analysiert werden zudem die Zielgruppen sowie die rechtlichen Bauvorschriften in den Kommunen und Bundesländern. Die Daten dienen als Grundlage für unterschiedliche Mischungskonzepte. Dabei wird sowohl die soziale Mischung innerhalb eines Haushalts als auch zwischen benachbarten Gebäuden und innerhalb des Quartiers beleuchtet. In den weiterführenden Themenbereichen geht es um die baulich-räumliche Gestaltung sowie um die Bewirtschaftung von sozial gemischten Neubauquartieren. Die Anforderungen an eine gute Nachbarschaft sowie hohe Wohnzufriedenheit werden in der Studie ebenfalls aufgegriffen. Das Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) fördert die Studie als Forschungsprojekt im Rahmen des Innovationsprogramm „Zukunft Bau“. Quelle: BBSR © fotolia.de

Tipp: Bau-Mediator löst Konflikte während des Bauprozesses :

Missverständnisse oder Unstimmigkeiten am Bau sind keine Seltenheit. Es kommt sogar vor, dass sich die Streitigkeiten so hochschaukeln, dass die Sache vor Gericht landet. Laut Angaben des Onlineportals „Hausberater.de“ kommt das etwa 50.000 Mal pro Jahr vor. So geht es beispielsweise beim Bau eines Eigenheims zwischen privaten Bauherren und den beauftragten Handwerksfirmen um eine mangelhafte Ausführung der Bautätigkeiten. Bei großen Bauprojekten handelt es sich oftmals um Verzögerungen in der Bauphase und eine verspätete Fertigstellung des Bauprojekts. Problematisch ist, dass viel Zeit vergeht, bis ein Prozess rechtskräftig wird. Experten des Onlineportals stützen sich auf die Zahlen der Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE Baurecht), laut denen ein Prozess im Durchschnitt 44 Monate lang dauert. So vergeht bis zur Gerichtsentscheidung viel Zeit, in denen die Kosten steigen, es zu Zahlungsverzögerungen bis hin zu einem finanziellen Schaden kommt. Hinzu kommen Kosten für den Anwalt, das Gericht, den Gutachter und andere. Als unabhängige Bauherrenberatung bieten die „Hausberater“ für Streitfälle am Bau eine professionelle Bau-Meditation an. Ein sachkundiger und zertifizierter Bau-Mediator vermittelt zwischen den streitenden Parteien mit dem Ziel, eine Einigung zu finden. Dabei zeichnet sich ein Bau-Mediator durch seine Neutralität aus. In mehreren Schritten leitet er beide Parteien durch einen Kommunikationsprozess, in welchem über die Sichtweise beider Parteien gesprochen wird. Beide Parteien haben hier die Möglichkeit, alle Bedenken und Ärgernisse auszusprechen, ohne dass die Gegenseite sie dabei unterbricht. Auch Punkte, in denen Einigkeit besteht, werden aufgelistet. Für die Streitpunkte werden konkrete Lösungswege erarbeitet, sodass die Baumaßnahmen schon bald fortgesetzt werden können. Die Dauer einer Bau-Meditation unterscheidet sich von Fall zu Fall und kann zwischen wenigen Stunden und mehreren Sitzungen dauern. Die Erfolgsaussichten für eine Einigung liegen bei 75 bis 90 Prozent. Die Kosten für einen Mediator betragen 150 Euro pro Stunde, was deutlich unter den Kosten eines Gerichtsprozesses liegt. Quelle: bauberater.de © fotolia.de

Innendämmung für denkmalgeschützte Immobilien:

Nicht alle Gebäudearten können von außen gedämmt werden. So lässt sich beispielsweise bei einem denkmalgeschützten Haus oder an der Fassade eines Fachwerkshaus keine Außendämmung anbringen. Oftmals müssen Eigentümer von Altbauten eine Alternative für die Fassadendämmung suchen, wenn sich eine solche von außen aus bautechnischen Gründen oder aus gestalterischen Aspekten nicht realisieren lässt. Eine gute Alternative bietet die Dämmung von innen. Der Vorteil ist, dass das äußere Erscheinungsbild des denkmalgeschützten Hauses in seinem ursprünglichen Zustand bleibt und die Immobilie dennoch vor Wärme geschützt wird. Wer in seinem Haus eine Innendämmung anbringen möchte, kann zwischen zwei Dämmverfahren wählen: einer kapillaraktiven Dämmung oder einer Dämmung durch das Anbringen einer Dampfbremse. Beide Innendämmverfahren zeichnen sich dadurch aus, dass sie die Bildung von Tauwasser verhindern. Denn wird ein Haus von innen gedämmt, darf unter keinen Umständen Feuchtigkeit in das Dämmmaterial gelangen. Durchdringt Feuchtigkeit die Dämmung und trifft auf die kalte Außenwand, kann dies zu Schimmelbildung führen. Beide Verfahren verhindern dieses. Bei der kapillaraktiven Dämmung wird die im Feuchtigkeit im Raum aufgenommen und durch Kapillare wieder in den Raum abgegeben, ohne dabei die Dämmung zu beschädigen oder zu durchdringen. Die Innendämmung mit Dampfbremse verhindert das Eindringen von warmer Raumluft in die Dämmung und das Kondensieren von Feuchtigkeit. Beide Arten der Innendämmung sind in Form von Baukastensystemen zusammengesetzt. Sie bestehen aus mehreren Baustoffen, die optimal aufeinander abgestimmt sind, sodass sich kein Tauwasser bilden kann. Dabei können die Dämmstoffe aus unterschiedlichen Materialien bestehen, wie zum Beispiel aus Mineralschaumplatten oder aus Naturdämmstoffen. Die Dicke der Innendämmung sollte mindestens acht Zentimeter breit sein. Beim Einsatz von Dämmplatten ist darauf zu achten, dass sie vollflächig verklebt werden, um eine Hinterlüftung zu verhindern. Ein Experte sollte sowohl den Wandaufbau begutachten als auch eine Qualitätskontrolle durchführen. Quelle: effizienzhaus-online © photodune.net

Urteil: Keine Erbschaftssteuerbefreiung wenn Einzug hinausgezögert wird:

Bei einer Immobilienerbschaft besteht unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit einer Steuerbefreiung, wenn der Erbe die Immobilie zu Selbstwohnzwecken nutzt. Im vorliegenden Fall (AZ 3 K 3184/17) wurde dem Eigentümer einer Doppelhaushälfte die andere, angrenzende Haushälfte nach dem Dahinscheiden seines Vaters im Jahre 2013 überlassen. Der Eigentümer ist der alleinige Erbe der Doppelhaushälfte. Er plant, die beiden Haushälften zu einer großen Wohneinheit zu verbinden. Da er die Renovierungs- und Sanierungsarbeiten an beiden Haushälften teilweise in Eigenleistung durchgeführt hat, sind die Baumaßnahmen am Haus erst nach einem Zeitraum von drei Jahren nach dem Erberlass abgeschlossen. Der Einzug der Familie in das geerbte Haus fand somit erst im Jahre 2016, nach einer dreijährigen Renovierungsphase, statt. Den Antrag des Immobilienerben auf eine Erbschaftssteuerbefreiung lehnte das Finanzamt ab. Auch die Klage wurde vom Finanzgericht (FG) abgelehnt. Laut Urteil habe der Kläger keinen Rechtsanspruch auf die Erbschaftssteuerbefreiung, da der Bezug der Immobilie zur Selbstnutzung zu lange hinausgezögert werde. Die Erbschaftsimmobilie hätte in einem „angemessenen Zeitraum“ von höchstens sechs Monaten nach Erbannahme zu Selbstwohnzwecken bezogen werden müssen. Auch die Argumente des Klägers, er habe unverzüglich mit den Renovierungsarbeiten begonnen, haben keine Auswirkungen auf das Urteil. Auch die Tatsache, dass das Haus zunächst trockengelegt werden musste und das beauftragte Handwerksunternehmen aufgrund seiner Auftragsauslastung erst spät mit den Arbeiten begonnen habe, hat keine Einfluss auf das Urteil. Laut LG hätte der Erbe die Möglichkeit gehabt, eine andere Handwerksfirma zu beauftragen. Aufgrund des vorliegenden Bildmaterials ist davon auszugehen, dass die Entrümpelung und Räumung des Hauses erst nach etwa einem halben Jahr nach dem Dahinscheiden des Vaters erfolgt ist. Somit sei der angemessene Zeitraum von sechs Monaten bis zum Bezug des Wohnhauses um ein Vielfaches überschritten worden. Verzögerungen von Renovierungsarbeiten können nur berücksichtigt werden, wenn sie nicht von dem Erwerber zu verschulden sind. Quelle: FG Münster © fotolia.de

Smart Home: Digitale Gesundheitsüberwachung und virtuelle Pflege:

Um Senioren den Alltag zu erleichtern und das Wohn- und Lebensgefühl zu steigern, bieten digitale Smart-Home-Lösungen auch im Bereich der Gesundheitsüberwachung viele Vorteile. So haben vor allem pflegebedürftige Menschen dank moderner Technik die Möglichkeit, sehr lange selbstbestimmt im eigenen Haushalt zu leben. Während vor kurzem noch zahlreiche Messgeräte nötig waren, um beispielsweise den Blutdruck oder den Blutzucker zu messen, vereinen professionelle Apps alle Bereiche der Datensammlung und Speicherung nun in einem System. Zudem bieten Apps die Überwachung der Daten in Form von Grafiken, die Nutzern Hinweise darauf geben, ihre Verhaltensweisen hinsichtlich ihrer Gesundheit zu optimieren. Diese gesammelten Gesundheitsdaten können per Klick an den Hausarzt oder den Pflegedienst übermittelt werden. So können beispielsweise Gespräche mit dem Pflegedienst oder ein Kontrolltermin beim Hausarzt bequem per Fernbesprechung durchgeführt werden. Doch damit nicht genug: Im Bereich „virtuelle Pflege“ sind die sogenannten AAL-Systeme (Ambient Assisted Living) auf dem Vormarsch. Neben der Datensammlung unterstützen AAL-Systeme Nutzer dabei, beispielsweise Medikamente einzunehmen oder regelmäßig zu trinken. Dabei werden kleine Geräte oder Roboter per Funk mit dem Smartphone oder dem Tablet verbunden und strukturieren und überwachen per Leuchtsignal oder durch Geräusche z. B. die Medikamenteneinnahme. Einige Geräte funktionieren technisch über Gesichtserkennung und sind dadurch an den jeweiligen Nutzer gebunden. Doch obwohl technische Assistenzsysteme im Bereich der „virtuellen Pflege“ sowie die Entwicklungen auf dem E-Health-Markt stetig überprüft und weiterentwickelt werden, ist Vorsicht geboten: Verbraucher sollten sich vor dem Kauf genau über die einzelnen Geräte informieren und überprüfen, ob das Gerät der Wahl auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt ist. Quelle: haus.de © wavepoint.de


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