Aktuelles
Nachrichten aus unserem Haus
Nur zehn Prozent der Senioren legen Wert auf Barrierefreiheit
Viel entscheidender für die Zufriedenheit der älteren Bewohner sind gute Einkaufsmöglichkeiten, ein Balkon oder eine Terrasse.
Auch wenn bei älteren Menschen andere Kriterien Vorrang haben: Barrierefreiheit ist aufgrund der demografischen Entwicklung immer wichtiger. Treppen und schwellenfreie Eingänge, bodengleiche Duschen und ein ebener Zugang zum Balkon sind noch viel zu selten Standard in Wohnungen.
Corona-Krise: Verhaltenskodex für Eigentümer und Mieter von Handelsimmobilien:
Der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) und der Handelsverband Deutschland (HDE) haben einen Verhaltenskodex für Besitzer und Mieter von Handelsimmobilien entwickelt, der Handlungsempfehlungen gibt, wie beide Parteien mit den durch die Corona-Krise entstandenen Einbußen in Mietzahlungen und der Höhe der künftigen Mietpreise umgehen könnten. Denn sowohl die Immobilienwirtschaft als auch der Einzelhandel sind gleich stark von den Auswirkungen der staatlich angeordneten Betriebsschließungen betroffen. Um gemeinsam aus der Krise zu kommen und Mietstreitigkeiten entgegenzuwirken, bevor diese gerichtlich geregelt müssen werden, appellieren ZIA und HDE deshalb, einen Konsens zur Risikoverteilung und Rettung der Immobilienwirtschaft und des Handels zu finden. Denn ein großes Problem liegt darin, dass Mieter von Einzelhandelsimmobilien mit den Mietzahlungen in Verzug sind und ihren Mietvertragspflichten nicht nachkommen können. Gewerbeimmobilienbesitzer haben bisher vereinbarte Zahlungsansprüche und Verzugszinsen in ihrem vollen Umfang geltend machen wollen. Da Mieter und Vermieter von Gewerbeimmobilien beide das Interesse verfolgen, auch in Zukunft bestehen zu können und Städte zukunftsfähig und attraktiv zu halten, sind Lösungsvorschläge notwendig, die den Branchen neuen Schwung verleihen. Mit dem Ziel einer angemessenen Risikoverteilung schlagen die Spitzenverbände der Immobilienbranchen und des Handels vor, die Mieten für die drei Monate andauernden Verordnungen zur Ladenschließung um bis zu 50 Prozent zu erlassen und bestenfalls auch für die Zeit danach Mietreduzierungen zu erlauben. Die Höhe und die Bedingungen der Mietreduzierungen könnten individuell geregelt werden. Auch Verlängerungen der Mietvertragslaufzeiten, die Entwicklung von verkaufsfördernden Maßnahmen, wie beispielsweise flexiblere Öffnungszeiten sowie weitere staatliche Förderprogramme seien zwingend notwendig. Quelle: ZIA / HDE © photodune.net
Terrassentüren und ihre Eigenschaften:
Wer im Besitz eines Gartens und einer Terrasse ist, möchte sich meist an einem schönen Ausblick ins Freie erfreuen – zum Beispiel in die Natur, in einen Wald, auf die Berge oder das Meer. Das gelingt mit der richtigen Terrassentür. Eine großzügige Glasfront mit bodentiefen Fenstern beispielsweise schafft nicht nur Weitblick und sorgt für großen Lichteinfall und helle Räume, sondern verbindet auch den Innen- mit dem Außenbereich. Außerdem sorgt sie bei geschlossenem Zustand im Idealfall für Sicherheit und eine gute Dämmung. Grundsätzlich gibt es drei Arten von Terrassentüren. Je nachdem, wie viel Platz das Öffnen einer Tür einnehmen kann und welchen optischen Eigenschaften erfüllt werden sollen, kann eine Terrassentür geschoben, geschwenkt oder gefaltet werden. Während eine Hebe-Schiebe-Tür leicht beweglich ist und sich vor allem dadurch auszeichnet, dass sie sehr wenig Platz beim Öffnen benötigt, benötigt eine Schwenk- oder Anschlagtür zum Öffnen einen Winkel von bis zu 90 Grad nach innen. Diese ist zudem sehr gut gedämmt und kostengünstig in der Anschaffung. Falt-Schiebe-Türen bestehen aus unterschiedlichen Glaselementen und lassen sich wie eine Ziehharmonika auseinander- und zusammenfalten. Diese eignen sich vor allen Dingen für breite Terrassen und bieten eine interessante Optik. Allerdings besitzen sie eher schlechte Dämmeigenschaften. Auch die Auswahl des Rahmens spielt bei der Terrassentür eine wichtige Rolle. Dieser soll stabil sein, einen guten Schall- und Einbruchschutz bieten und gut gedämmt sein, damit die Wärme aus dem Haus nicht nach außen und die Hitze nicht nach innen gelangt. Terrassentür-Rahmen können aus Kunststoff, Holz oder einer Aluminiumkonstruktion mit einem Holzkern bestehen. Die kostengünstigste und pflegeleichteste Variante bietet ein Kunststoffrahmen, der zudem gute Dämmeigenschaften aufweist und besonders langlebig ist. Auch Holz hat aufgrund seiner geringen Wärmeleitfähigkeit beste Dämmeigenschaften. Ein Rahmen aus Holz muss allerdings zusätzlich gegen Nässe, Frost und Sonnenlicht geschützt werden, da Holz sehr witterungsanfällig ist. Beste Materialen und Eigenschaften bieten Fensterrahmen aus einer Holz-Aluminium-Konstruktion, die Kosten fallen aber auch dementsprechend hoch aus. Quelle: Immowelt AG © photodune.net
Klimaschutz und Nachhaltigkeitsaspekte beeinflussen Immobilieninvestitionen:
Nachhaltigkeitsaspekte und Umweltkriterien spielen bei Finanzierungsentscheidungen und Immobilieninvestitionen eine immer wichtigere Rolle. Dabei geht es Investoren und Geldgebern sowohl um Aspekte des Klimaschutzes und der Umweltverträglichkeit als auch um soziale Anliegen. Das geht aus dem DIFI-Report (Deutscher Immobilienfinanzierungsindex) des Immobiliendienstleisters JLL in Kooperation mit dem ZEW – Leibnitz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung aus dem ersten Quartal 2020 hervor. In dem DIFI-Report wurden Immobilienexperten und -expertinnen befragt, welche Rolle Green-Building-Zertifizierungen und ESG-Kriterien bei Investitions- und Finanzierungsentscheidungen spielen. Fast zwei Drittel der Befragten Experten gaben an, dass die ESG-Kriterien Environmental, Social und Governance eine mittlere bis große Rolle bei Finanzierungs- und Investitionsentscheidungen spielen. Immerhin 29 Prozent sprechen sich für einen geringen Einfluss aus. JLL verweist zudem auf internationale Studien, die zeigen, dass Bürogebäude mit Green-Building-Zertifizierungen zu höheren Preisen verkauft oder vermietet werden, als Gebäude, die keine Zertifizierungen haben. Etwa 50 Prozent der Befragten denken zudem, dass ESG-Nachhaltigkeitsaspekte und Green-Building-Zertifizierungen einen Einfluss auf den Marktwert der Immobile haben und sich auf das Finanzierungsvolumen auswirken. Laut Umfrageergebnissen gaben ebenfalls die Hälfte der befragten Teilnehmer an, sich bereits mit einem Anteil von bis zu 10 Prozent an Green-Building-Immobilien in A-Lagen zu beteiligen. Spekuliert wird, dass sich dieser Anteil in den nächsten Jahren erhöhen wird. Einer der Gründe dafür wird sein, dass immer mehr Städte planen, ab dem Jahr 2030 nur noch klimaneutrale Immobilien in den Innenstädten zu akzeptieren. Quelle: JLL © fotolia.de
Welcher Boden in ebenerdigen Duschen?:
Ebenerdige Duschen im Badezimmer erfreuen sich großer Beliebtheit. Denn sie sorgen für Sicherheit, Bewegungsfreiheit und eine moderne Optik. In der Badezimmergestaltung von vielen Neubauimmobilien setzen sich ebenerdige Duschen durch und auch in älteren Bestandsimmobilien lässt sich nachträglich ein barrierefreies Badezimmer nachrüsten. Insgesamt gibt es drei Systeme von begehbaren Duschen: eine Duschwanne, ein Duschelement aus Fliesen oder ein Gefälle-Estrich mit Duschrinne. Eine Duschwanne stellt nicht nur die günstigste Variante dar, sondern ist bei der Montage mit wenig Aufwand verbunden. Zahlreiche Hersteller bieten Duschwannen in unterschiedlichen Formen und Größen an. Die Vorteile einer Duschwanne sind, dass sie sich leicht abdichten lässt. Sollte es Probleme mit dem Abfluss geben, lässt sich eine Duschwanne darüber hinaus problemlos abmontieren. Preislich liegt der Einsatz einer Duschwanne im günstigeren Bereich. Die Kosten für einen ebenerdigen Duschboden bewegen sich bei einer Größe von 120 x 120 Zentimetern in etwa bei 1.000 bis 1.500 Euro. Fertige Duschelemente sind kostengünstiger. Ein gefliester Duschboden bietet die Möglichkeit, gleich das komplette Badezimmer mit Fliesen auszustatten und den Raum optisch zu vergrößern. Duschelemente aus Fliesen sind mit einem Gefälle versehen, sodass das Wasser gut und leicht abfließen kann. Der Abfluss liegt entweder mittig oder in einer Ecke des Duschelementes. Ob rechteckige, fünfeckige oder viertelkreisförmige Böden, geflieste Elemente lassen sich in allen Größen einbauen und liegen preislich im Mittelfeld. Die kostenintensivste Variante sind begehbare Duschen aus Gefälle-Estrich mit Duschrinne. Mit einer rutschfesten Oberfläche, einer großen Auswahl an Farben und Dekoren und individuellen Gestaltungsmöglichkeiten lässt sich auch der Abfluss dort einbauen, wo er gewünscht wird oder eine behindertengerechte Ausführung realisieren. In Kombination mit einer Fußbodenheizung wird das Badezimmer zu einer richtigen Ruhe- und Komfortoase. Quelle: Das Haus online © photodune.net
Schlechte Energiebilanz bei Nachkriegsimmobilien:
Laut des Infodienstes Bauen und Finanzieren der LBS Landesbausparkassen wurden rund 40 Prozent des gesamten deutschen Wohnungsbestandes vor der Einführung der ersten Wärmeschutzverordnung aus dem Jahre 1977 errichtet. Ein Großteil der Immobilien, die in den Jahrzehnten nach dem Krieg, zwischen 1949 und 1978 gebaut wurden, weisen große Mängel und Schwachstellen im Bereich der Energieeffizienz auf und bedürfen umfassender Modernisierungsmaßnahmen. Aus Berechnungen des Bundeswirtschaftsministeriums geht hervor, dass der durchschnittliche Energieverbrauch der Bestandsimmobilien aus dieser Zeit bei etwa 208 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/qm) liegt. Immobilien, die nach den Richtlinien aus der Energiesparverordnung von 2009 erbaut wurden, verbrauchen dagegen in etwa 50 kWh/qm. Vor allem Wohnhäuser aus den 50er- und 60er-Jahren, die sogenannten Nachkriegsimmobilien, weisen einen hohen energetischen Sanierungsbedarf auf. Aufgrund von Materialknappheit und Sparsamkeit in der Nachkriegszeit verfügen diese Häuser über keinen ausreichenden Schall- und Wärmeschutz. Auch wenn viele der damals eingesetzten Einzelöfen mit der Zeit durch Zentralheizungen ersetzt wurden, entsprechen diese oft nicht den heutigen Energiestandards. In den 70er-Jahren gewann das industrielle Bauen und das Bauen mit Beton große Bedeutung. Käufer von Wohnimmobilien aus den 70er-Jahren sollten deshalb den Bauzustand dieser Immobilien auf Wärmebrücken, Feuchtigkeitsschäden sowie auf Schadstoffe hin überprüfen lassen, die durch die Verwendung von gesundheitsschädlichen Werkstoffen wie Asbest oder Formaldehyd entstanden sein könnten. Quelle: LBS © photodune.net
Urteil: Verlängerung der Räumungsfrist während der Corona-Krise:
Die im Rahmen der Corona-Krise verordneten Beschränkungen des öffentlichen Lebens wirken sich auch auf die Immobilienwirtschaft aus. Im Miet- und Immobilienrecht wurden bereits einige Urteile gefällt, wie beispielsweise im Zusammenhang mit der Räumungsfrist in Wohnraummietsachen (AZ 67 S 16/20). Ein zur Räumung verurteilter Mieter beantragte beim Gericht einer Fristverlängerung um drei Monate bis zum 30. Juni 2020. In einem vorherigen Urteil vom 11. Dezember 2019 (AZ 123 C 61/19) wurde er vom Amtsgericht Berlin zur Räumung der Mietsache bis zum 31. März 2020 verurteilt. Da es ihm, aufgrund der Corona-Krise ausgerufenen Beschränkungen nicht möglich ist, neuen Wohnraum anzumieten, bat er um eine Fristverlängerung in der Räumungssache. Die Zivilkammer 67 des Amtsgerichts Berlin hat dem Antrag des Mieters mit dem Beschluss vom 26. März 2020 stattgegeben. Zusätzlich zu den Beschränkungen im öffentlichen Leben und den damit zusammenhängenden Erschwerungen bei der Suche nach Ersatzwohnraum, wurde nach Prüfung des Sachverhalts die Räumungsfrist zum 31. März 2020 gemäß § 721 Absatz 3 Satz 1 Alt. 1 der Zivilprozessordnung (ZPO) ohnehin nicht lang genug bemessen. Zudem sind laut einem Gerichtsbeschluss aufgrund der aktuellen Situation gerichtlich verordnete Räumungsfristen gemäß § 721 ZPO grundsätzlich bis zum 30. Juni zu erstrecken oder zu verlängern. Besteht jedoch Gefahr für Leib oder Leben oder gibt es gleichstehende Interessen des Vermieters oder Dritter, die eine umgehende Räumung der Mietsache verlangen, müsste die Wohnungsräumung des Räumungsschuldners ohne eine Fristverlängerung erfolgen. Diese Voraussetzungen sind hier nicht gegeben. Quelle: LG Berlin © photodune.net