Autor: Astrid Stein
Wirtschaft: Hubs für mehr Nachhaltigkeit
Durch die Einführung sogenannter Circonomy®-Hubs möchte die Fraunhofer-Gesellschaft die zirkuläre Wirtschaft fördern. Diese Netzwerke, verteilt über ganz Deutschland, zielen darauf ab, systemische und technische Lösungen für die nachhaltige Produktion und den nachhaltigen Konsum zu entwickeln. Sie vereinen Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Gesellschaft zu einem spezifischen Schwerpunkt. Zwei solcher Hubs haben bereits ihre Arbeit aufgenommen: „Stoffkreisläufe im Bausektor“ und „Circular Carbon Technologies CCT“. Die Hubs sollen das Defizit an Koordination und Vernetzung in der Circular Economy angehen. Durch zielgerichtete und koordinierte Zusammenarbeit in spezifischen Themenbereichen sollen sie den Übergang zur zirkulären Wirtschaft voranbringen. Jeder Hub widmet sich einem spezifischen Themenschwerpunkt und treibt in diesem Bereich das zirkuläre Wirtschaften voran. Der Hub „Stoffkreisläufe im Bausektor“ konzentriert sich beispielsweise auf die Koordination physischer Entwicklungszentren und den Aufbau eines Umsetzungsnetzwerkes, das die Herausforderungen der Kreislaufführung von Bauprodukten angeht. Im Fokus des „Circular Carbon Technologies CCT“-Hubs steht die Kopplung von Energie- und Rohstoffprozessen. Quelle und weitere Informationen: umsicht.fraunhofer.de © Fotolia
Windenergie: Bundeswirtschaftsminister Habeck eröffnet Prüfanlage
Das Kompetenzzentrum Windenergie der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck kürzlich eröffnet. Dort steht eine Anlage, die die immensen Drehmomente, wie sie vor allem in Offshore-Windkraftanlagen auftreten, mit äußerster Präzision messen kann. Die neuentwickelte „Drehmomentnormalmesseinrichtung“ ist in der Lage, diverse technische Parameter zu messen, die für einen sicheren und effizienten Betrieb von Windenergieanlagen von entscheidender Bedeutung sind. Die PTB ist ein nationales Metrologieinstitut mit 2.200 Mitarbeitern in Braunschweig und Berlin. Es gewährleistet Messungen in vielen technischen Bereichen, unter anderem in der Windenergie. Ebenso stellt die PTB Prüfverfahren für Transformationstechnologien bereit wie Wärmepumpen, E-Ladesäulen und Photovoltaik. Quelle und weitere Informationen: ptb.de © Fotolia
Energiewende: Mieterschutzbund fordert mehr Unterstützung
Die Energiewende im Gebäudesektor kommt voran, jedoch fordert der Mieterschutzbund mehr Unterstützung für Mieter in diesem Kontext. Obwohl die Bundesregierung Förderprogramme für Hauseigentümer zur sozialverträglichen Modernisierung ihrer Heizsysteme präsentiert hat, werden die Bedürfnisse der Mieter nach Ansicht des Mieterschutzbundes nur unzureichend berücksichtigt. Der Austausch von Gas- oder Ölheizungen durch zukunftsfähige Alternativen wie Wärmepumpen, betreffe schließlich nicht nur Hauseigentümer, sondern auch Millionen von Mietern. Der Vorstand des Mieterschutzbundes, Claus O. Deese, äußert seine Bedenken: „Sicherlich ist die Förderung für die Gebäudeeigentümer wichtig. Es muss jedoch bedacht werden, dass nach der derzeitigen Rechtslage ein großer Anteil der Modernisierungskosten von Mietern getragen wird. Durch zu erwartende Modernisierungsmieterhöhungen werden die Mieten erheblich ansteigen“. Die erwarteten Mietsteigerungen durch Modernisierung könnten laut Mieterschutzbund besonders in Ballungsgebieten zu einer weiteren Verdrängung von Gering- und Mittelverdienern führen. Mieter hätten Einfluss darauf haben, wie die Immobilien, in denen sie wohnen, modernisiert und beheizt werden. Daher fordert Claus O. Deese, dass bei Mieterhöhungen aufgrund von Heizungsmodernisierungen geprüft wird, ob Eigentümer alle Fördermöglichkeiten vollständig genutzt haben. Falls nicht, sollten sie bei der Berechnung der Modernisierungsmieterhöhung mögliche Fördermaßnahmen gegenrechnen lassen müssen. Quelle: mieterschutzbund.de © Fotolia
Upcycling: Alte Möbel in neue Schmuckstücke verwandeln
Die Umwandlung von alten Möbeln in neue Schmuckstücke ein Trend, der auch die Umwelt schont. Beim Upcycling kann Möbeln laut des Blogs „Comfort Works“ zum Beispiel ein frischer Anstrich verpasst werden, sie können einen neuen Bezug bekommen oder es können bestimmte Teile ausgetauscht werden. Für handwerklich Begabte kann es sogar bedeuten, alten Möbel vollständig auseinanderzunehmen und aus den Teilen ein völlig neues Stück zu schaffen. Mit Upcycling kann alles – von alten Gläsern über unbenutzten Holzleitern bis hin zu defekten Badewannen – in funktionale und einzigartige Gegenstände verwandelt werden. So können ehemalige Konservengläser zu zauberhaften Lichterketten umgestaltet, eine alte Leiter in ein charmantes Regal umgewandelt und eine abgenutzte Badewanne in ein trendiges Sofa umgewandelt werden. Holzkisten können beispielsweise in rustikale Nachttische umgewandelt werden. Ein alter Kaffeetisch kann zu einer komfortablen Ottomane werden oder alte Möbel können einfach mit einem neuen Anstrich oder neuen Polstern versehen werden. Weitere Tipps zum Upcycling erhalten Interessenten auf blog.comfort-works.com. Quelle: blog.comfort-works.com © Photodune
Wohnen: Mieter favorisieren transparente Wohnkonzepte
Im Fokus vieler Mieter in Deutschland stehen heute die Themen Nachhaltigkeit, zukunftssichere Infrastruktur und Transparenz von Vermietern, besonders hinsichtlich der Nebenkosten. Dies resultiert aus einer kürzlich von der Aareal-Bank in Auftrag gegebenen Studie. Ein Hauptproblem aus Mietersicht ist die mangelnde Offenheit und Transparenz der Vermieter, besonders im Bereich der Nebenkostenabrechnung. Über die Hälfte (52,5 Prozent) der befragten Mieter fordert mehr Einblick in diese. Darüber hinaus wünscht sich rund ein Viertel der Mieter ein Mitspracherecht bei der Anlage ihrer Mietkaution. 46,5 Prozent der Mieter legen Wert auf eine gute Verbindung zum öffentlichen Nahverkehr und schnelles Internet. Zudem ist für 41,2 Prozent der Mieter ein energieeffizientes Gebäude bei der Wohnungssuche wichtig. Außerdem wäre für 38,3 Prozent ein Reinigungsservice des Vermieters interessant. Rund ein Viertel der Mieter wünscht sich eine Ladesäule für E-Fahrzeuge, bereitgestellt vom Vermieter (22,5 Prozent) oder dem Energieanbieter (23,4 Prozent). Quelle und weitere Informationen: aareal-bank.com © Fotolia
Elementarschäden: Zahlreiche bayrischen Hauseigentümer unversichert
Ein Hochwasser verwüstete 2013 verheerend große Bereiche Bayerns, darunter auch den Stadtteil Fischerdorf in Deggendorf, wo das Wasser bis zu vier Meter hoch stieg. Zwei Wochen nach dem Unglück trafen sich mehr als 500 Opfer in der Stadthalle Deggendorf, die meisten aus Fischerdorf. Die Bewohner, immer noch erschöpft von der Katastrophe, teilten erschütternde Geschichten über überflutete Straßen, zerstörte Gebäude und verlorenen Hausrat, erinnert sich Sascha Straub, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bayern. Zur Zeit der Flut hatten weniger als 20 Prozent der Opfer eine Elementarschadenversicherung, was der damaligen Versicherungsabdeckung in Bayern entsprach. Seitdem hat sich die Zahl auf etwa 41 Prozent erhöht. Das bedeutet aber auch, dass 59 Prozent nicht über eine solche Versicherung haben. Diese Prozentzahl liegt laut der Verbraucherzentrale Bayern unter dem Bundesdurchschnitt, während gleichzeitig die Anzahl schwerer Unwetterereignisse steigt. Sascha Straub weist darauf hin, dass viele Versicherer nun Wohngebäudeversicherungen nur noch mit Elementarschutz für Neuverträge anbieten werden und dass Neubauten in Überschwemmungsgebieten in der Zukunft möglicherweise nicht mehr versicherbar sein könnten. Eigentümer, die eine Elementarschadenversicherung benötigen oder spezielle Fragen zum Thema haben, können sich von den Mitarbeitern der Verbraucherzentrale beraten lassen. Sie helfen bei der Ermittlung des individuellen Versicherungsbedarfs, überprüfen bestehende Versicherungspolicen und unterstützen bei der Kündigung bestehender Policen. Weitere Informationen sind auf der Webseite der Verbraucherzentrale Bayern und im kostenlosen E-Book „Unwetter Gebäude-Check“ zu finden.verbraucherzentrale-bayern.de © Photodune