BMI: Seminar zur „Erfassung und Visualisierung von Bestandsgebäuden“

Ein Seminar zum Thema „Erfassung und Visualisierung von Bestandsgebäuden“ können Architekten sowie Mitarbeitende aus Planungsbüros und von Bauträgern im Hochbau am Mittwoch, 30. November, von 16 bis 20 Uhr, im Fraunhofer-Institutszentrum Stuttgart an der Nobelstraße 12 besuchen. Bei dem Seminar informieren die Building-Information-Modeling-Experten Günter Wenzel, Frank Sulzmann und Jörg Frohnmayer des Fraunhofer IAO Interessenten zu den Themen „Bestandserfassung: Laserscan und Photogrammetrie“, „Optimierung und Konvertierung von Modellen für die Nutzung in XR“ und „Einführung in den XRvisualizer“. Die Teilnahmegebühr für das Seminar beträgt 195 Euro pro Person. Zum Online-Anmeldeformular gelangen Interessenten unter folgendem Link: crm-portal.iao.fraunhofer.de/eventonline/event.aspx?contextId=A0360307D0153C49127DF90C55AA7FE4&event=0xDF5001B5612F4DADAF749A8422845FA5 Quelle und weitere Informationen: idw-online.de/iao.fraunhofer.de © wavepoint

Beschluss: Grundstückseigentümerin muss für Rattenbekämpfung sorgen

Auch wenn eine Eigentümerin nichts für Schädlinge auf ihrem Grundstück kann, muss sie diese bekämpfen und die Kosten dafür tragen. So entschied es jetzt zumindest das Verwaltungsgericht Berlin (VG 14 L 1235/22). Im vorliegenden Fall hatte eine unbekannte Person Ratten auf einem Grundstück in Berlin-Reinickendorf mit Futter und Getränken versorgt. Der Rattenbefall war dem Gesundheitsamt gemeldet und von mehreren Personen unabhängig voneinander bestätigt worden. Das Gesundheitsamt führte eine Ortsbesichtigung durch. Nach dieser verpflichtete das Bezirksamt Reinickendorf die Eigentümerin dazu, innerhalb von einer Woche eine Fachkraft mit der Rattenbekämpfung zu betrauen und das Bezirksamt hierüber schriftlich zu informieren. Geschehe das nicht, wolle das Bezirksamt die Rattenbekämpfung selbst vornehmen und der Eigentümerin die Kosten hierfür in Rechnung stellen. Daraufhin reichte die Eigentümerin einen Eilantrag ein, jedoch ohne Erfolg. Die Pflicht der Eigentümerin zur Rattenbekämpfung ergebe sich in diesem Fall aus der Verordnung über die Bekämpfung von Gesundheitsschädlingen. Die sei auch dann der Fall, wenn die Eigentümerin kein Verschulden und keine Verantwortlichkeit für die Entstehung des Rattenbefalls trifft. Gegen den Beschluss kann die Eigentümerin noch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg einlegen. Quelle: berlin.de/VG 14 L 1235/22 © Fotolia

Wirtschaft: Deutsche Möbelindustrie sieht Wachstumspotential in Nordamerika

Wachstumspotenzial für seine Aktivitäten auf dem nordamerikanischen Markt sieht der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM). „Der Markt bietet für unsere Hersteller nicht nur im stationären Vertrieb, sondern gerade auch im Onlinekanal interessante Wachstumsmöglichkeiten“, so Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK). Anlass für diese Annahmen bietet ein Studie zum Möbelmarkt Nordamerika mit dem Schwerpunkt Onlinevertrieb, die der VDM bei der Unternehmensberatung Conneum und Modenus Media in Auftrag gegeben hat. Laut Studienautor Elmar Stumpf von Conneum sind besonders hochwertige Möbel in Nordamerika gefragt. „Zudem ist der moderne, minimalistische Einrichtungsstil, der deutsche Möbel auszeichnet, in Nordamerika immer stärker im Kommen“, so Co-Autorin Veronika Miller von Modenus Media. Bei den Vereinigten Staaten handelt es sich laut VDM um den wichtigsten Exportmarkt der deutschen Möbelindustrie außerhalb Europas. So wurden im ersten Halbjahr 2022 deutsche Möbel im Wert von 145 Millionen Euro in die USA exportiert. Das sind laut VDM knapp 26 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Um die Kontakte auszubauen, nehmen Mitglieder des VDM unter anderem an Veranstaltungen wie der „KBIS – The Kitchen & Bath Industry Show“ teil, der größten Küchenmesse in den USA. Quelle: www.moebelindustrie.de © Photodune

Studie: Immobilienkauf wird schwieriger

Der Immobilienkauf wird für viele Interessenten immer schwieriger. Davon geht zumindest die Immowelt-Group aufgrund der Leitzins-Erhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) und der damit verbundenen erwartbaren Erhöhung der Bauzinsen aus. Wollte eine Familie beispielsweise in Stuttgart ein Haus kaufen, konnte sie im 3. Quartal 2022 nur noch ein Darlehen von 322.000 Euro aufnehmen, um bei einer gesunden Wohnkostenbelastung zu bleiben. Im ersten Quartal 2022 hätte sie noch ein Darlehen von 431.000 Euro aufnehmen können. Die leistbare Darlehenssumme hat sich wegen der gestiegenen Zinsen somit um 109.000 Euro reduziert. Insgesamt hat die Immowelt-Group die Entwicklungen in 14 Großstädten Deutschlands untersucht und in allen reduzierte Darlehenssummen ausgemacht. Neben Stuttgart trifft es auch München und Frankfurt am Main hart: Mit einem Zinssatz, der im ersten Quartal 2022 noch 1,3 Prozent betrug und im dritten Quartal 2022 auf 3,5 Prozent gestiegen ist, schrumpft die leistbare Darlehenssumme laut Immowelt-Group in München auf 318.000 Euro und reduziert sich somit um 108.000 Euro. In Frankfurt am Main beträgt die leistbare Darlehnssumme nun 314.000 Euro. Gegenüber dem ersten Quartal 2022 hat sie sich somit um 106.000 Euro reduziert. Bei den Zahlen der Immowelt-Group handelt es sich um Beispiele, denen einige Annahmen zugrunde gelegt werden. So wurde als Haushaltseinkommen einer Familie beispielsweise das mittlere Einkommen von 1,5 Vollverdienern plus Kindergeld angenommen. Zum Hintergrund: Der Leitzins war Ende Oktober von der EZB auf 2 Prozent angehoben worden. Mit dem Leitzins wird ein festgelegter Zinssatz bezeichnet, mit dem sich Geschäftsbanken von den Zentralbanken Geld leihen oder es bei diesen anlegen können. Der Leitzins wird angehoben, damit weniger Geld am Markt verfügbar ist, der einzelne Euro dadurch mehr wert wird und die Inflation sinkt. Für Verbraucher gehen damit allerdings unter anderem gestiegene Bauzinsen einher. Das hat nicht nur auf Kaufinteressenten Auswirkungen, sondern auch auf Immobilieneigentümer, die eine Anschlussfinanzierung benötigen. Sie müssen für diese nun höhere Raten aufbringen. Quellen: immowelt-group.com/verbraucherzentrale.de/wavepoint.de © Photodune

Klimawandel: 235 Kommunen beantragen Fördermittel

Dem Klimawandel wollen offenbar zahlreiche Städte und Gemeinden ein Schnippchen schlagen. So gingen laut Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BBSR) 286 Projektskizzen aus 235 Kommunen für das Bundesprogramm zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel ein. Die beantragte Fördersumme beläuft sich auf rund 983 Millionen Euro. Damit ist die beantragte Fördersumme rund 5,5-mal höher als das im Mai vom Bundestag zusätzlich zur Verfügung gestellte Budget von 176 Millionen Euro. Mit dem Bundesprogramm sollen unter anderem Parks und Grünflächen aufgewertet und revitalisiert werden. Ziel ist unter anderem der Klimaschutz durch eine CO2-Minderung, denn Pflanzen entfernen zahlreiche Emissionen wieder aus der Luft. Kommunen konnten beim BBSR bis Mitte Oktober Projektskizzen einreichen. Die meisten Projektskizzen gingen laut BBSR aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ein. Welche Projekte gefördert werden können, soll Anfang 2023 vom Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages entschieden werden. Mit den im Mai vom Haushaltsausschuss aktuellen bewilligten 176 Millionen Euro ist das Budget für die Klimaanpassung in urbanen Räumen seit dem Start des Bundesprogramms im Jahr 2020 auf insgesamt 467 Millionen Euro gestiegen. Ausgewählte Kommunen, die die Förderung erhalten, werden im nächsten Jahr aufgefordert, einen Zuwendungsantrag zu stellen. Quelle und weitere Informationen: bmwsb.bund.de © Photodune

Kamine: Verbraucherzentrale warnt vor Bränden

Angesichts der Energiepreiskrise und der erhöhten Nachfrage nach Öfen und Kaminen, hat die Energieberatung der Verbraucherzentrale wichtige Aspekte im Umgang mit diesen zusammengestellt. So weist sie darauf hin, dass jede Feuerstätte von einem Schornsteinfeger abgenommen werden muss. Geschieht dies nicht, besteht laut Verbraucherzentrale ein erhöhtes Risiko für Rauchgasvergiftungen und Brände. Außerdem sollten sich Nutzer über die richtige Beheizung informieren. Holzscheite müssen so über einen längeren Zeitraum von ein bis zwei Jahren trocknen, bis sie verwendet werden können. Geschieht dies nicht, heizen sie laut Energieberatung der Verbraucherzentrale nicht nur schlechter, sondern setzen auch jede Menge Umweltschadstoffe bei der Verbrennung frei. Mit Öfen und Kaminen ist außerdem eine Ruß-, Schadstoff- und Feinstaubbelastung verbunden. Wer sich einen Ofen oder Kamin anschaffen möchte, sollte sich daher vorab umfassend informieren und kann beispielsweise ein Modell mit Staub- und Feinstaubfilter wählen, das nach Kriterien des Umweltzeichens „Blauer Engel“ zertifiziert ist. Quelle und weitere Informationen: verbraucherzentrale-energieberatung.de © Photodune