Neuer Anstrich mit Fliesenlack:

Nicht immer müssen alte Wandfliesen abgeschlagen und neue gelegt werden. Manchmal lohnt sich bereits der Anstrich mit Fliesenfarbe oder Fliesenlack, um dem Badezimmer, der Küche oder den Bodenfliesen einen neuen Look zu verpassen. Grundsätzlich können Hobbyhandwerker zwischen matten und glänzenden Fliesenlacken wählen. Auch wenn glänzender Lack kostengünstiger ist, deckt er nicht so gut wie matter Lack. Bei der Wahl der richtigen Farbe oder des Lacks sollte zudem darauf geachtet werden, dass er wasserbeständig ist, sich gut verarbeiten lässt und für den Trocken- oder Nassbereich bestimmt ist. Für Bodenfliesen oder Wandfliesen im Außenbereich gibt es spezielle Lacke. Doch bevor es an das Lackieren geht, müssen die Fliesen zunächst von Öl- und Fettresten, Silikonen und anderen Substanzen gereinigt werden. Auch die Dichtstoffe müssen entfernt und mit einem Silikonentfernen gesäubert werden. Je nach Fliesenart und Material werden die Fliesen entweder geschliffen oder poliert und anschließend von Staubresten befreit. Nach dem Reinigungsvorgang müssen die Fliesen komplett getrocknet sein. Risse oder kleine Löcher können mit Fugenweiß ausgebessert werden. Mit der Schaumstoffwalze wird die Grundierung gründlich auf die Fliesen aufgetragen. Die Grundierung sollte nach Packungsanweisung trocknen. Manche Fliesenlacke enthalten bereits eine Grundierung und können somit direkt auf die Fliese aufgetragen werden. Damit die neue Wand besonders gut gegen Wasser geschützt ist, empfiehlt es sich, die Fliesen zwei Mal anzustreichen. Hier sollte eine Wartezeit von 12 bis 24 Stunden zwischen den beiden Vorgängen eingehalten werden und die Fliesen sollten komplett trocken sein. Zuletzt werden die Fugen mit neuem Silikon befüllt. Quelle: Schöner Wohnen © photodune.net

Studie: Marktaktiver Leerstand in Deutschland:

Laut dem Leerstandsindex 2020 des Immobiliendienstleisters CBRE und des Forschungs- und Beratungsinstituts empirica lag der Wohnungsleerstand in Deutschland Ende 2019 bei 2,8 Prozent. Das entspricht etwa 603.000 Wohnungen. Vor allem in den Wachstumsregionen macht sich der Leerstand von Geschosswohnungen besonders bemerkbar. So liegt der marktaktive Leerstand im städtischen Bereich und in den Boomstädten nur noch bei 1,9 Prozent. Dabei wird die geringste Leerstandsquote (0,2 Prozent) in den Großstädten München und Frankfurt am Main verzeichnet. Ganz anders sieht es dagegen in ländlichen Regionen aus. Aufgrund der sich verbreitenden Urbanisierung und der sinkenden Einwohnerzahlen im ländlichen Raum liegt die marktaktive Leerstandquote mit 8,6 Prozent auf einem hohen Niveau. Den höchsten Leerstand mit 9,3 Prozent weist die in Rheinland-Pfalz gelegene Stadt Pirmasens auf, dicht gefolgt von Chemnitz mit einer Quote von 8,4 Prozent. Bei der Auswertung des marktaktiven Leerstands werden Wohnungen ausgeschlossen, die Ruinen gleichen oder als dysfunktionaler Leerstand kategorisiert werden. Laut Studienexperten müsse in den Ballungszentren zwingend neuer Wohnraum geschaffen werden. Auch neues Bauland im Umland von Boomstädten, mit einer guten Anbindung zum öffentlicher Personennahverkehr, müsse erschlossen werden. Auf der anderen Seite muss das Leben auf dem Land attraktiver gestaltet werden, damit die leerstehenden Wohnungen künftig wieder bewohnt werden. Quelle: empirica/CBRE © photodune.net

Planung und Bestimmungen für barrierefreies Wohnen:

Barrierefreiheit hat im Bereich Wohnen in Deutschland einen sehr hohen Stellenwert. Welche Bestimmungen eingehalten werden müssen, damit Wohnraum als barrierefrei gilt, besagt die DIN 18025. Damit Menschen im fortgeschrittenen Alter oder Menschen mit Behinderung das Wohngebäude sowie den Wohnraum vollständig und selbstbestimmt nutzen können, ist eine barrierefreie Planung das A und O. Um barrierefreies Wohnen zu ermöglichen, spielt es keine Rolle, wie groß die Räume sind, sondern vielmehr, welche Bewegungsfreiflächen gelten. Handelt es sich bei dem Bewohner um einen Rollstuhlbenutzer, muss in jedem Raum eine Bewegungsfläche von 150 cm x 150 cm vorhanden sein. Eine der wichtigsten Anforderungen an Barrierefreiheit ist, dass alle Räume so ausgestattet sind, dass sie ohne Stufen und Schwellen zugänglich sind. Der Zugang zum Haus und zu den Etagen kann durch Rampen oder einen Aufzug gewährleistet werden. Ganz gleich, ob es sich bei der Immobilie um einen Neubau oder eine modernisierte Bestandsimmobilie handelt, gelten klar definierte Normen für Fenster, Bodenbeläge, für den Balkon, die unterschiedlichen Bedienungselemente oder die Fernmeldeanlage. So dürfen beispielsweise Fenster keine Schwingflügel haben. Sanitärarmaturen dürfen nicht scharfkantig sein und müssen auf einer Höhe von 85 cm und einem Mindestabstand von 50 cm zur Wand angebracht werden. Für Decken und Wände sowie für die Wohnungseingangstür gelten die Bestimmungen des Schallschutzes nach DIN 4109. Weitere Grundsätze und Bestimmungen betreffen die Pkw-Stellplätze, Aufzüge, Türen, Flure und Wege aber auch den Briefkasten, die Heizung oder die Elektroinstallationen. Quelle: Eurobaustoff © fotolia.de

Studie: Energieverbrauch senken:

Laut einer Studie des Energiedienstleisters Techem sind sich 93 Prozent der 2.000 befragten Haushalte in Mehrfamilienhäusern darüber im Klaren, dass das richtige Heizen und Lüften ausschlaggebend für den Wärmeverbrauch im Haushalt ist. So werden alltägliche Maßnahmen, wie beispielsweise das tägliche Stoßlüften, von 72 Prozent der Studienteilnehmer angewandt. Bevor die Heizung aufgedreht wird, räumt ein Großteil der Teilnehmer (68 Prozent) den Heizkörper frei. Doch auch wenn einige Maßnahmen im Bereich des Heizens und Lüftens zu mehr Energieeffizienz im Alltag führen und vielen Verbrauchern bekannt sind, gibt es laut Studienergebnissen andere Methoden und Verhaltensweisen, die den Studienteilnehmern unbekannt sind. So zeigen die Studienergebnisse beispielsweise, dass nur etwa die Hälfte der befragten Haushalte die Heizung regelmäßig entlüften lässt. Ebenso haben zahlreiche Verbraucher, laut Aussagen der Studienautoren, Wissenslücken hinsichtlich des richtigen Einstellens der Thermostatventile. Werden Heizungen allerdings unwissentlich falsch eingestellt, hat dies zur Folge, dass über den eigentlichen Verbrauch hinaus geheizt wird. Laut Studienergebnissen schätzen 65 Prozent der befragten Haushalte ihren Wissensstand hinsichtlich des richtigen Heiz- und Lüftungsverhaltens als „gut“ bis „sehr gut“ ein. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer sind daran interessiert, noch besser über das Thema „Richtiges Heizen und Lüften“ informiert zu werden. Auch Transparenz und Einblicke hinsichtlich des eigenen Nutzerverhaltens werden von 46 Prozent der Haushalte gewünscht, um das eigene Verhalten anzupassen und den Verbrauch zu senken. Welche Raumtemperaturen in welchen Zimmern ausreichen, wie Heizungsventile richtig eingestellt werden können und weitere hilfreiche Energiespartipps erfahren Interessenten auf der Internetseite von Techem. Quelle: Techem © photodune.net

Urteil: Mietvertrag muss WEG-Mitgliedern nicht vorgelegt werden:

Eine Wohneigentümergemeinschaft (WEG), bestehend aus drei Parteien, hat in ihrer Teilungserklärung festgehalten, dass die Vermietung der Wohnungen nur mit einer schriftlichen Genehmigung der anderen beiden WEG-Parteien erfolgen darf. Als die Eigentümer einer Einheit ihre Wohnung an eine Familie vermieten wollten, verlangten die anderen Eigentümer der Gemeinschaft die Vorlage des Mietvertrags. Die vermietenden Eigentümer weigerten sich jedoch, den Mietvertrag vorzulegen, was zur Folge hatte, dass sie von den anderen Eigentümern keine Genehmigung zur Vermietung erhielten. Die Eigentümer entschieden sich jedoch, die Wohnung dennoch an die Familie mit vier Kindern zu übergeben. Allerdings bezogen sie in dem gesamten Zeitraum keine Miete. Nach mehr als einem Jahr zog die Familie aus. Nach dem Auszug stritten sich die Wohnungseigentümer weiterhin darüber, ob der Vermietung hätte zugestimmt werden müssen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in seinem Urteil (AZ V ZR 300/18) entschieden, dass die Zustimmung der anderen WEG-Mitglieder zur Vermietung nicht davon abhängig gemacht werden darf, ob ein Mietvertrag vorliegt. Demnach haben sie die Zustimmung fälschlicherweise verweigert. Es besteht keine Pflicht, den anderen WEG-Mitgliedern einen Mietvertrag vorzulegen. Angaben, die seitens der vermietenden Eigentümer gemacht werden müssen, betreffen Informationen über die Mieter selbst. Dazu gehören beispielsweise der Name und der Beruf, die Anzahl der Personen, die einziehen möchten, sowie der Familienstand und die Wohnanschrift. Es muss somit nachgewiesen und sichergestellt werden, dass die neuen Mieter sich an die Hausregeln halten und sich in die Wohngemeinschaft mit ihren Vorschriften integrieren können und die Rechte der anderen Eigentümer achten. Werden diese Angaben nicht gemacht oder haben die Eigentümer konkrete Befürchtungen, dass das Verhalten der Mieter fehlerhaft sein könnte, wäre dies ein möglicher Ablehnungsgrund. Ein Mietvertrag hingegen regelt vertragliche Aspekte, wie beispielsweise die Höhe der Miete und interne Absprachen, welche für die anderen WEG-Eigentümer ohne Belang sind. Quelle: BGH ©

Tipp: Smarte Heizungssteuerung:

Die Installation einer smarten Heizungssteuerung lohnt sich in jedem Fall – ganz gleich, ob sie noch in diesem Winter oder in der kommenden Kälteperiode zum Einsatz kommen soll. Denn eine smarte Heizungssteuerung regelt, genauso wie eine klassische Heizungssteuerung, die einzelnen Heizelemente des Heizkörpers. Dazu gehören das Heizkesselthermostat wie auch die Heizkörper- und Raumthermostate. Zusätzlich zu den automatisch geregelten Abläufen verfügt eine intelligente Heizungssteuerung über zusätzliche Bedienmöglichkeiten, sodass sich der persönliche Bedarf schnell und einfach per App oder als Sprachfunktion regeln und anpassen lässt. Somit ist Energieeffizienz ein wesentlicher Vorteil einer smarten Heizungssteuerung. Manche Geräte verfügen sogar über eine sogenannten Geofencing-Funktion. Hierbei erkennt das Thermostat auf einer technischen Grundlage, wenn sich niemand mehr im Haus befindet und passt die Heiztemperatur automatisch und von allein an. Auch dass die Fenster im Haus offenstehen, wird von der der smarten Steuerung gleich erkannt. Automatisch wird die Heizungsanlage heruntergefahren oder stellt sich während des Lüftens sogar ganz ab. Auch in puncto Sicherheit erfüllt die smarte Heizungssteuerung ihre Dienste. Problemlos kann sie an ein Smart-Home-System angebunden werden. Kommt es beispielsweise zu einem Brandfall, schaltet sich die Heizung sofort von selbst ab und verhindert somit größere Schäden. Wer seine Heizungsanlage mit einer smarten Steuerung nachrüsten möchte, hat dazu verschiedene Möglichkeiten. So können mechanische Thermostate durch Funkthermostate ausgetauscht werden und die Heizung kann somit von überall gesteuert werden. Auch die klassischen Raumthermostate können durch kabelgebundene Raumthermostate oder durch Funk-Raumthermostate für die Wand ersetzt werden. Diese Arbeiten sollten allerdings von einem Fachmann durchgeführt werden. Quelle: homeandsmart © wavepoint.de