Autor: Astrid Stein
Baubranche: Gefahr durch Asbest
Die Gefahr von Asbest in der Baubranche ist weiterhin eine ernste Bedrohung für die Gesundheit. Das zeigen Zahlen auf, die Dipl.-Ing. Martin Kessel nennt, Experte der VDI-Gesellschaft „Bauen und Gebäudetechnik“. Jährlich sterben demnach in Deutschland nach offiziellen Zahlen etwa 1.600 Menschen an den Folgen von Asbest. Der Experte geht aber davon aus, dass es hierzulande jährlich sogar zirka 15.000 Menschen sind. Die Schäden durch Asbest, das in einer Vielzahl von Bauprodukten verwendet wurde, gelten schon seit 1937 als Berufskrankheit. Seine Verwendung wurde jedoch erst 1993 verboten, also vor 30 Jahren. Trotz des Verbots ist Asbest immer noch in vielen Gebäuden vorhanden, was ein anhaltend hohes Gesundheitsrisiko darstellt. Asbestose, eine durch Asbest verursachte Krankheit, führt zu einer signifikanten Einschränkung der Lungenfunktion und erhöht das Risiko verschiedener Krebsarten. Dipl.-Ing. Martin Kessel betont, dass die Zahlen der Asbestopfer trotz des Verbots nicht zurückgegangen, sondern eher gestiegen sind. Grund dafür sei, dass ein Großteil der Baumaßnahmen in potenziell asbestbelasteten Bestandsgebäuden stattfindet. Für die Baubranche bedeutet dies, dass umfassende Informationen, die Bewusstseinsbildung und der fachgerechte Umgang mit Asbest unerlässlich sind. Die Identifizierung von Asbestbelastungen ist oft nur durch qualifizierte Probenahme und Analyse möglich. Dabei muss stets vorsichtig vorgegangen werden, um eine Freisetzung von Fasern zu vermeiden. Dipl.-Ing. Martin Kessel findet es wichtig, das Thema Asbest ernst zu nehmen und verantwortungsvoll damit umzugehen, um die Gesundheit der Menschen in der Baubranche zu schützen. Quelle: vdi.de © wavepoint
Wärmepumpen: Im Aufwind
Der Einsatz von Wärmepumpen zur Warmwasserbereitung in Neubauten und Bestandsgebäuden gewinnt zunehmend an Bedeutung. Sie stellen eine zukunftsfähige Lösung dar, die erneuerbare Energien nutzt. Die Brauchwasser- bzw. Warmwasserwärmepumpe, eine Form der Hybridheizung, kann vor allem in Bestandsgebäuden sinnvoll eingesetzt werden. Darauf weist die Energieberatung der Verbraucherzentrale hin. Für unsanierte Altbauten sei die Installation einer Brauchwasserwärmepumpe ein erster Schritt zur Reduzierung des fossilen Energieverbrauchs. In Bestandsgebäuden bieten Brauchwasser- oder Warmwasserwärmepumpen eine kostengünstige und umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Durchlauferhitzern, Boilern oder Kombithermen. Sie erreichen eine Jahresarbeitszahl zwischen drei und vier. Das bedeutet, dass sie pro Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme erzeugen können. Ein geeigneter Aufstellort ist für die Effizienz der Warmwasserwärmepumpe entscheidend. Idealerweise eignen sich Räume mit relativ hoher Lufttemperatur. Die Anschaffungskosten einer Warmwasserwärmepumpe liegen zwischen 2.000 und 3.000 Euro, zuzüglich möglicher Installations- und Montagekosten. Die Mitarbeiter der Energieberatung der Verbraucherzentrale stehen telefonisch unter 0800 809 802 400 für eine weitere individuelle, anbieterunabhängige und kostenlose Beratung zur Verfügung. Quelle: vebraucherzentrale-energieberatung.de © Fotolia
Denkmalschutz: Streit um Photovoltaikanlage in Goslar
Ein Hauseigentümer muss die Photovoltaikanlage auf seinem denkmalgeschützten Haus in Goslar abbauen. Das hat das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht entschieden (AZ: 1 ME 15/23). Damit hat der das Niedersächsische OVG auch die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Braunschweig revidiert und die Beschwerde der Stadt Goslar gegen den Hauseigentümer stattgegeben. Der Hauseigentümer hatte ohne die notwendige Genehmigung eine Photovoltaikanlage installiert, die einen Großteil des Daches überdeckte und nicht farblich angepasst war. Er betrachtete den von der Stadt angeordneten Abbau der Anlage als unverhältnismäßig, da das niedersächsische Denkmalschutzgesetz Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien auf Baudenkmälern zulässt. Das Verwaltungsgericht Braunschweig hatte zunächst zu seinen Gunsten entschieden. Grund dafür war, dass die Anlage möglicherweise genehmigungsfähig sei, insbesondere weil sie das äußere Erscheinungsbild des Denkmals nicht beeinträchtige. Jedoch entschied der 1. Senat des Oberverwaltungsgerichts, dass die Anlage nicht offensichtlich genehmigungsfähig sei, insbesondere da das Haus in der UNESCO-geschützten Altstadt von Goslar liegt. Bei der Genehmigung müsse das Interesse an erneuerbaren Energien und der Denkmalschutz gegeneinander abgewogen werden müssten. Photovoltaikanlagen sollten dem Denkmalschutz Rechnung tragen, insbesondere in Bezug auf Standort und Design. Der endgültige Beschluss kann nicht angefochten werden. Quelle: oberverwaltungsgericht.niedersachsen.de/AZ: 1 ME 15/23 © Fotolia
Wohnraum-Potenzial: Aufstockung mit Holzbauweise
In dicht besiedelten Städten offenbart sich ein neues Potenzial für Wohnraum: die Aufstockung von Bestandsbauten. Darauf weist das Portal „schoener-wohnen.de“ hin. In einer Bilderstrecke wird gezeigt, wie ein 50er-Jahre-Mehrfamilienhaus in Deutschland wurde durch mit zwei Holzkuben ergänzt wird. Dabei profitieren Bauherren nicht nur von einer nachhaltigen Bauweise, sondern auch von einer beeindruckenden Aussicht. Die beiden Kuben, die in Holzfertigbauweise auf das Gebäude gesetzt wurden, bieten einerseits einen offenen Wohn- und Essbereich und andererseits private Räumlichkeiten. Eine Dachterrasse verbindet diese zwei Bereiche, während bodentiefe Fenster und eine Deckenhöhe von über drei Metern einen luftigen Raumeindruck garantieren. Die Holzfertigbauweise zeichnet sich durch ihr geringeres Gewicht und schnelle Montage der vorgefertigten Elemente aus, was sie besonders für solche Aufstockungsprojekte geeignet macht. Trotz der Vorteile werden Dachaufstockungen noch nicht umfangreich genutzt, da ältere Gebäude oft statisch angepasst werden müssen und das Baurecht Aufstockungen erschwert. Daher sollten sich Bauherren laut des Portals an Spezialisten wenden wie Architekturbüros oder erfahrene Haushersteller. Sie helfen bei technischen und rechtlichen Herausforderungen und unterstützen bei den notwendigen Verhandlungen. Quelle und weitere Informationen: schoener-wohnen.de © Photodune
Sport: Radeln am Schreibtisch
Deskbikes bieten eine innovative Möglichkeit, Fitness und Arbeit im Homeoffice miteinander zu kombinieren. Diese Sportgeräte können einfach unter dem Schreibtisch platziert werden, wodurch während der Arbeit trainiert werden kann. Die Auswahl des richtigen Deskbikes hängt von verschiedenen Kriterien ab, darunter der maximalen Belastbarkeit, zusätzlichen Funktionen und der Ergonomie. Darauf weist das Portal „homeandsmart.de“ hin. Zudem spielen die Anpassungsoptionen für Sitz und Widerstand eine Rolle, um das Training individuell zu gestalten. Einige Modelle bieten Extras wie ein klappbares Design, LCD-Displays und Funktionen wie eine Pulsmessung. Bei der Auswahl eines Deskbikes ist es außerdem wichtig, die Größe und das Gewicht in Bezug auf den vorhandenen Platz und eventuelle Lager- oder Transportanforderungen zu berücksichtigen. So muss zum Beispiel darauf geachtet werden, ob sich das Deskbike unter einem Schreibtisch aufstellen lässt, der nicht höhenverstellbar ist. Deskbikes können nicht nur beim Abnehmen unterstützen, sondern auch bei der Prävention von Gelenkschmerzen helfen und die Durchblutung fördern. Quelle und weitere Informationen: homeandsmart.de © Photodune
Gebäude: Professor äußert sich zu Wärmepumpen
„Wir können aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden nutzbare Wärme gewinnen – die Effizienz ist bei Wärmepumpen enorm“, meint Prof. Dr. Michael Schaub von der Hochschule Coburg. Neben einer CO2-Reduzierung könnten Wärmepumpen auch der Entlastung der Stromnetze dienen. Studien prognostizieren, dass zwischen 60 und 80 Prozent der Wärme in der Zukunft durch Wärmepumpen gedeckt werden. Prof. Schaub unterstreicht, dass Wärmepumpen, besonders bei Bestandsgebäuden, dank neuester Technologie effektiv funktionieren. Selbst bei Minustemperaturen könne warmes Wasser für die meisten Gebäude bereitgestellt werden. Es sei allerdings ein stufenweiser Ansatz bei der Finanzierung und Umsetzung von energieeffizienten Gebäudetechnologien notwendig. Anstatt sofort alle Heizsysteme auszutauschen, sollten Hausbesitzer priorisierte Pläne erstellen und mit kleineren Projekten beginnen. Das Ziel ist es, nicht alles gleichzeitig finanzieren zu müssen. Quelle und weitere Informationen: hs-coburg.de © Photodune