Autor: Astrid Stein
Grundrissänderung: Mehr Wohnraum ohne Anbau
Das Anpassen des Grundrisses in bestehenden Gebäuden bietet eine Möglichkeit, mehr Wohnraum zu schaffen, ohne physisch anzubauen. Indem Eigentümer kleine, verschachtelte Räume öffnen oder zusammenlegen, lassen sich oft ungenutzte Platzreserven erschließen. Das ist insbesondere dann von Vorteil, wenn externe Erweiterungen durch das Baurecht oder den Denkmalschutz limitiert sind. Die Tendenz zu offeneren Wohnbereichen, die Wohnzimmer, Essbereich und Küche vereinen, ist sowohl bei Neubauten als auch bei der Modernisierung älterer Immobilien zu beobachten. Durch das Entfernen unnötiger Wände und die Umgestaltung kleiner Nischen und Kammern zu größeren, zusammenhängenden Räumen, kann ein großzügigeres Wohngefühl erzeugt werden. Diese Art der Grundrissänderung ermöglicht auch das Zusammenlegen von zwei kleinen Wohnungen zu einer größeren. Umstrukturierungen, wie das Entfernen von Wänden oder das Öffnen von Decken, müssen immer unter Berücksichtigung der Gebäudestatik erfolgen. Solche baulichen Eingriffe sollten niemals ohne die Expertise eines Architekten oder Statikers durchgeführt werden, um die strukturelle Integrität des Gebäudes nicht zu gefährden. Besonders bei älteren Immobilien sind die spezifischen baulichen Gegebenheiten zu beachten, um moderne Wohnkonzepte sicher und effektiv umzusetzen. © immonewsfeed
Miete: Hohe Belastungen für Haushalte festgestellt
In Deutschland leiden immer mehr Haushalte unter hohen Mietbelastungen. Einige geben dabei sogar mehr als 40 Prozent ihres Einkommens für Miete aus. Diese Entwicklung geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor. In dieser wird auch von einer deutlichen Zunahme der Mietbelastung seit 1991 berichtet. So habe sich der Anteil der überbelasteten Haushalte bis 2021 von 5 auf 14 Prozent erhöht. Die Anzahl der Sozialwohnungen hat im gleichen Zeitraum stark abgenommen, was den Zugang zu erschwinglichem Wohnraum weiter erschwert. DIW-Forscher betonen, dass Wohnen zunehmend zu einer sozialen Frage wird, besonders in großen Städten, wo die Mieten besonders hoch sind. Es gibt keine einfache Lösung für das Problem der steigenden Mieten. Der DIW-Forscher Konstantin Kholodilin sieht die Mietpreisbremse kritisch und schlägt stattdessen einen Mix aus verschiedenen politischen Maßnahmen vor, um die Situation zu verbessern. Dazu gehöre auch mehr Entscheidungsspielraum auf kommunaler Ebene. © immonewsfeed
Komfort: Tipps zur Nachrüstung von Außenjalousien
Mit Außenjalousien können Eigentümer ihre Immobilie nachrüsten, um für mehr Sonnenschutz und Privatsphäre zu sorgen. Doch dabei muss beachtet werden, dass diese im Vergleich zu Rollläden keinen zusätzlichen Einbruchschutz bieten und weniger Schutz gegen extreme Wetterbedingungen bieten. Außerdem erlauben Außenjalousien durch verstellbare Lamellen zwar einen dosierbaren Lichteinfall, ermöglichen jedoch nicht wie Rollläden eine komplette Verdunkelung. Dennoch stellt der Einbau von Außenjalousien eine Investition in den Wohnkomfort dar. Darauf weist das Portal haus.de hin. Beim Nachrüsten von Außenjalousien sollten Eigentümer besonders auf die Montage achten. Die Stabilität der Anbringung ist entscheidend, um Schäden durch starke Winde zu vermeiden. Für große Fenster sind zusätzliche Laufschienen empfehlenswert, um die Außenjalousien stabil zu halten. Die Wahl der Lamellenbreite und Bedienungsart, manuell oder elektrisch, spielt eine Rolle bei der Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit der Außenjalousien. Es sei ratsam, beim Kauf von Außenjalousien nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Qualität und die Eignung für spezifische Wohnsituationen zu achten. © immonewsfeed
Heizen: Kosten lassen sich durch einfache Maßnahmen senken
Durch ein effizientes Heizverhalten können die Energiekosten erheblich gesenkt werden. Dazu ist die Anpassung der Raumtemperatur auf etwa 19 bis 20 Grad Celsius in Wohnbereichen und 16 bis 18 Grad in wenig genutzten Räumen wie Schlafzimmern erforderlich. Das Freihalten von Heizkörpern von Möbeln und anderen Gegenständen vermeidet Wärmestaus und ermöglicht eine effizientere Wärmeverteilung im Raum. Dadurch kann die Heizung effizienter arbeiten und verbraucht weniger Energie, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Insbesondere in der kühlen Jahreszeit ist das Stoßlüften ist eine weitere wichtige Maßnahme. Durch das regelmäßige Öffnen der Fenster für kurze Zeit wird verbrauchte Luft schnell ausgetauscht, ohne dass zu viel Wärme verloren geht. © immonewsfeed
Modernisierung: Berücksichtigung von Mieterbelangen essenziell
Mieter sind nicht verpflichtet, ihre Wohnungen für Modernisierungsarbeiten zu räumen. Dies gilt besonders für sanierungsbedürftige Immobilien, in denen Modernisierungen geplant und durchführbar sind, ohne die Mieter vorübergehend zu verdrängen. Es gibt aber auch Ausnahmen. Eine solche besteht etwa dann, wenn die Maßnahmen in einem baufälligen Haus nicht anders erledigt werden können. So entschied das Landgericht Berlin II (AZ: 65 S 139/24). Im vorliegenden Fall forderte eine Vermieterin einen 85-jährigen Mieter dazu auf, das Haus zwischen Juli und September 2023 zu räumen. Dieser sah das nicht ein. Der Fall landete zunächst vor dem Amtsgericht Wedding. Die Vermieterin forderte den Mieter mit mehreren Schreiben auf, das Haus für eine gewisse Zeit zu räumen. Dies tat er nicht. Daraufhin drohte die Vermieterin eine fristgemäße Kündigung wegen der Verletzung der Pflicht zur Duldung von Modernisierungsarbeiten an und sprach diese dann auch aus. Zu Unrecht, wie das LG Berlin II meint. Die Maßnahmen in dem Reihenhaus können nach Einschätzung der Richter isoliert geplant und durchgeführt werden. Jedenfalls sei den Schreiben der Vermieterin nichts anderes zu entnehmen. Außerdem sei die Vermieterin nach dem vertraglichen Rücksichtnahmegebot (§ 241 Abs. 2 BGB) dazu verpflichtet gewesen, bei der Planung und Durchführung Rücksicht auf ihre Mieter zu nehmen. Dabei müssen verschiedene Aspekte differenziert werden. Bei älteren, kranken Mietern müssen andere Belange berücksichtigt werden als bei gesunden, jungen Mietern. © immonewsfeed
Wintergartenbau: So gelingt die professionelle Planung
Beim Bau eines Wintergartens ist sorgfältige Planung entscheidend. Zuerst können Eigentümer dazu eine Skizze des gewünschten Grundrisses erstellen. Dabei müssen sie sowohl die Raumgröße als auch der Platzbedarf für die Inneneinrichtung berücksichtigen. Es empfiehlt sich, professionelle Unterstützung von Architekten oder spezialisierten Fachplanern in Anspruch zu nehmen. Diese können durch ihre Erfahrung und Branchenkontakte bei den Planungen helfen. Bei der Materialauswahl ist darauf zu achten, dass diese sowohl die Ästhetik als auch die Funktionalität des Wintergartens beeinflusst. Holz bietet eine natürliche Optik, benötigt aber regelmäßige Pflege. Aluminium ist wartungsarm, erfordern aber eine spezielle Isolierung. Auch die Art des Wintergartens – ob beheizt als Wohnwintergarten oder ungeheizt als Kaltwintergarten – spielt eine Rolle bei der weiteren Planung und Nutzung. Außerdem muss beachtet werden, dass – abhängig von lokalen Bebauungsplänen – für den Bau eines Wintergartens eine einfache Bauanzeige erforderlich oder ein Genehmigungsverfahren notwendig sein können. Qualifizierte Mitarbeiter von Fachfirmen können notwendige Unterlagen wie Konstruktionszeichnungen und Energieberechnungen erstellen und die Abwicklung der Formalitäten übernehmen. © immonewsfeed