Baubranche: Bautipp: Problemfall Systemkeller

Viele Bauherren entscheiden sich beim Hausbau für einen Systemkeller, da sie annehmen, dass sie sich für ein standardisiertes, ausgereiftes System entschieden haben.  Doch immer wieder treten bei der Bauausführung des Systemkellers Probleme auf. Dies teilt der Verband Privater Bauherren (VPB) in einer aktuellen Meldung mit. Nach Meinung der VPB-Experten sei die Herstellung einer wasserdichten Stahlbetonkonstruktion für den Keller alles andere als leicht. So stellen zahlreiche Bauherrenberater immer wieder fest, dass die vertraglich vereinbarte Beschaffenheit nicht eingehalten wurde. In geologisch risikoreichen Gebieten kann dies – so die Bauexperten – gravierende Folgen haben. Gründe für die Mängel beim Bau von Systemkellern seien u. a. die nicht ausreichend qualifizierten Bauunternehmen, so das Urteil der Experten. Bauherrenberater raten daher bei der Bauausführung eines Systemkellers unabhängige Bausachverständige zur Rate zu ziehen. Diese sollten den kompletten Bauprozess überwachen, um Ausführungsmängel frühzeitig zu erkennen und zu beanstanden.  Quelle: VPB © photodune.net

Energieeffizienz: Wirtschaftlichkeit beim energieeffizienten Bauen nicht eindeutig belegt

In einer Metastudie des Fraunhofer-Informationszentrums für Raum und Bau, die der Bauherren-Schutzbund in Auftrag gab, wurden die Ergebnisse bisheriger Untersuchungen in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit energetischer Investitionen beim Wohnungsbau verglichen. Das Ergebnis der untersuchten Studien zeigt: es kann weder die Wirtschaftlichkeit energieeffizienten Bauens noch das Gegenteil belegt werden.  Auslöser dieser Metastudie des Fraunhofer-Informationszentrums war u. a. das sog. Gebäudeenergiegesetz, bei der das Energieeinsparungsgesetz und die Energiesparverordnung mit dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz zusammengeführt werden. Da dieses Gesetz zu einer Verschärfung der gesetzlichen Anforderungen bezüglich der Energieeffizienz bei Gebäuden führt, wird über deren gesetzliche Einführung intensiv debattiert.  Trotz gegenteiliger Aussagen der untersuchten Forschungsergebnisse kommen alle Studien in einem Punkt zu einem gemeinsamen Ergebnis: Soll ein höherer Energiestandard erreicht werden, führt dies zwangsläufig zu höheren Baukosten.  Quelle: BSB   © photodune.net

Nachbarschaftsfragen: Urteil: Bauunternehmer haftet für Nachbargrundstück

Das Oberlandesgericht Köln entschied in einem aktuellen Urteil, dass Bauunternehmen für Beschädigungen oder gar den Einsturz des Nachbarhauses haften, wenn die nicht ordnungsgemäßen Baumaßnahmen der Grund für den Schaden darstellen (AZ 16 U 6/17). Im vorliegenden Fall war ein Haus eingestürzt, nachdem auf der benachbarten Baustelle ein großer Erdaushub vorgenommen worden war. Laut Gutachten waren die Aushubarbeiten nicht nach den anerkannten Regeln der Technik erfolgt und stellten die Ursache für die Beschädigung des Nachbarhauses dar. Der geschädigte Eigentümer klagte auf 200.000 Euro Schadensersatz.   Das Gericht stimmte der Klage zu und erklärte, dass Bauunternehmen bei Aushubarbeiten dazu verpflichtet sind, sicherzustellen, dass vor, während und nach den Arbeiten keinerlei Schäden an Nachbargebäuden verursacht werden.   Quelle: LBS   © photodune.net

Guter Rat: Stiftung Warentest: Vorsicht bei Putzdienst-Portalen im Internet

Das Internet bietet zahlreiche Möglichkeiten, eine Reinigungskraft für den privaten Haushalt zu suchen. Putzdienst-Portale agieren als Vermittler zwischen Eigentümern und Haushaltshilfen, doch der Sicherheitsaspekt ist nicht bei allen Anbietern gegeben. Dies ist das Fazit der aktuellen Analyse von Stiftung Warentest von insgesamt acht Portalen.   Denn bei zwei Plattformen (betreut.de und haushelden.de), die als reine Vermittler für Haushaltsjobs fungieren, werden keinerlei Haftung für Schwarzarbeit übernommen oder Nachweise wie Gewerbeschein oder Unfall- und Haftpflichtversicherung bei den Jobsuchenden eingefordert. Die Tester hatten hierbei sogar Mühe, Haushaltshilfen zu finden, die ordnungsgemäß auf Rechnung arbeiten wollten.   Darüber hinaus wurden hohe Preisunterschiede zwischen 20 bis 43 Euro pro Stunde festgestellt. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt einen Online-Vermittler, die mit angestellten Reinigungskräften arbeiten oder entsprechende Firmen beauftragen. So werden beide Seiten geschützt – Arbeitnehmer und auch die Kunden.   Quelle: Stiftung Warentest   © photodune.net

Marktdaten: Haus & Grund: Private Vermieter erhöhen nur selten die Miete

In einer aktuellen Befragung durch den Eigentümerverband Haus & Grund von mehr als 2.000 privaten Einzelvermietern von rund 5.800 Wohnungen wurde eine hohe Zufriedenheit der Eigentümer mit ihren Mietern festgestellt. Drei Viertel aller Vermieter seien den Angaben zufolge sehr zufrieden mit den Mietverhältnissen, die durchschnittlich acht Jahre andauern.   Darüber hinaus wurde festgestellt, dass die Miethöhe pro Quadratmeter bei durchschnittlich 2,76 Prozent unter der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt und der Mietzins demnach nur sehr moderat angehoben wird. Der Grund liegt den Branchenexperten zufolge daran, dass die meisten Vermieter den Wunsch nach langfristigen Mietverhältnissen hegen und Wert auf ein gutes Miteinander legen. ‚ Laut Haus & Grund belegen die Zahlen, dass private Einzelvermieter tagtäglich ihrer sozialen Verantwortung nachkommen und in der Regel keine massiven Mieterhöhungen oder sogenannte „Herausmodernisierungen“ für den eigenen Profit nutzen. Von der Politik fordert Haus & Grund, Einzelvermieter mit der richtigen Wohnungs- und Mietenpolitik besser zu unterstützen, die immerhin 60 Prozent aller Mietwohnungen anbieten.   Quelle: Haus & Grund   © fotolia.de / Andy Dean Photography

Baubranche: Bautipp: Auch Neubauten sind von Holzschädlingen betroffen

Pilze und Schädlinge in der Bausubstanz werden häufig in Altbauten vermutet, die nicht nach aktuellen Standards erbaut wurden. Doch weit gefehlt, teilt der Verband Privater Bauherren e.V. (VPB) aktuell mit. Zwar sind ältere Gebäude am häufigsten von holzzerstörenden Pilzen befallen, doch kommen sie auch im Neubau immer wieder vor.   Insbesondere bei neuen Häusern in Holztafel- und Ständerbauweise finden die Schädlinge einen exzellenten Nährboden, wenn die Bauwerksabdichtung oder die Abdichtung an den Balkonen nicht ordnungsgemäß ausgeführt wurden. Waagerechte Balkontragebalken sind beispielsweise ein klassischer Schwachpunkt in der Gebäudekonstruktion, da sie Wind und Wetter direkt ausgesetzt sind. Von hier aus findet das Wasser den Weg in die Wand- und Deckenkonstruktionen.   In der Regel fällt ein Befall durch Holzpilze erst nach Jahren auf, wenn die Garantien durch den Bauträger abgelaufen sind. Die Sanierungskosten muss der Eigentümer anschließend selbst tragen. Aus diesem Grund empfiehlt der VPB, vor Baubeginn eine unabhängige Schwachstellenanalyse anhand der Baupläne vornehmen zu lassen, um das Risiko eines Befalls aufgrund von Baumängeln auszuschließen.   Quelle: VPB © photodune.net