Aktuelles

Nachrichten aus unserem Haus

Nur zehn Prozent der Senioren legen Wert auf Barrierefreiheit

Viel entscheidender für die Zufriedenheit der Älteren Bewohner sind gute Einkaufsmöglichkeiten und ein Balkon oder eine Terrasse.

Auch wenn bei älteren Menschen andere Kriterien Vorrang haben: Barrierefreiheit ist aufgrund der demographischen Entwicklung immer wichtiger. Treppen und schwelunfreie Eingänge, bodengleiche Duschen und ein ebener Zugang zum Balkon seien noch viel zu selten Standard in Wohnungen.


Mieten & Vermieten: Urteil: Vermieter können weiterhin fristlos und hilfsweise ordentlich kündigen

Der Bundesgerichtshof entschied in zwei aktuellen Urteilen, dass im Falle eines Zahlungsverzugs durch den Mieter die fristlose Kündigung weiterhin hilfsweise mit der ordentlichen Kündigung verbunden werden kann (AZ VIII ZR 231/17 und VIII ZR 261/17). In beiden Verfahren hatten Mieter jeweils die von ihnen geschuldeten Mieten in zwei aufeinander folgenden Monaten nicht gezahlt. Nachdem die Vermieter die fristlose und hilfsweise ordentliche Kündigung des Mietverhältnisses wegen Zahlungsverzugs erklärt hatten, beglichen die Mieter ihre Zahlungsrückstände. Das Landesgericht Berlin hatte die darauffolgenden Räumungsklagen zunächst abgewiesen, die Urteile wurde jedoch aktuell vom BGH wieder entkräftet: Zahlt der Mieter die Mietrückstände bis zur angegebenen Frist, wird lediglich die fristlose Kündigung unwirksam. Die ordentliche Kündigung bleibt dagegen weiterhin bestehen. © photodune.net

Steuern & Finanzierung: Baukindergeld: Förderung kann nun beantragt werden

Seit Mitte September sind alle notwendigen Formalitäten zum neuen Baukindergeld erledigt. Ab sofort können Familien und Alleinstehende mit Kindern die neuen Zuschüsse bei der KfW beantragen – rückwirkend zum 1. Januar 2018. Pro Kind erhalten die Antragssteller für die „Bildung von Wohneigentum“ 1.200 Euro jährlich über einen Zeitraum von 10 Jahren. Vor dem Hintergrund gestiegener Immobilienpreise soll das Baukindergeld eine wichtige Finanzierungshilfe auf dem Weg in die eigenen vier Wände darstellen. Dass die neue Förderung wirkt, hat das Berliner Forschungsinstitut empirica mit aktuellen Zahlen bestätigt: Etwa 58.000 Haushalte können sich durch das Baukindergeld eine eigenes Heim leisten. Was fehlt, sind jedoch die Anreize für junge Menschen und Familien, denen meist das Eigenkapital für einen Immobilienerwerb fehlt. Hier ist die Bundesregierung gefordert, die Erwerbsnebenkosten zu senken und die finanziellen Hürden kurzfristig abzubauen. Quelle: LBS © photodune.net

Marktdaten: Trend: Immer weniger Haushalte planen ein Eigenheim

Trotz des niedrigen Zinsniveaus entscheiden sich immer weniger Bundesbürger für den Erwerb einer eigenen Immobilie. Laut einer aktuellen Analyse der Deutschen Bank Bauspar AG betrug der Anteil der Eigenheime am Neubau im Jahr 2008 etwa 62 Prozent, 2017 machten sie dagegen nur noch 43 Prozent aus. Der Grund für den Abwärtstrend liegt den Finanzexperten zufolge in den hohen Erwerbsnebenkosten, die insbesondere für junge Familien eine enorme Herausforderung darstellen. Hierbei sind die hohen Eigenkapitalanforderungen eine oftmals unüberwindbare Hürde, an der die potenziellen Käufer scheitern. Wie bereits von anderen Branchenverbänden gefordert, empfehlen auch die Analysten der Bundesregierung eine Senkung der Grunderwerbssteuer, um die Erwerbsnebenkosten zu reduzieren. Diese machen mittlerweile bis zu 15 Prozent des Kaufpreises aus und wirken besonders für junge Menschen benachteiligend, die flexibel bleiben wollen und nicht über ausreichend Eigenkapital verfügen. Quelle: Deutsche Bank Bauspar AG © photodune.net

Baubranche: Bautipp: Thermografie ist Expertensache!

Energiesparen als Kostenfaktor hat dieser Tage Hochkonjunktur. Viele Eigentümer wünschen sich eine bessere Energiebilanz für ihr Haus, um langfristig Kosten zu sparen. Wie der Verband Privater Bauherren e.K. (VPB) aktuell mitteilt, werben vor diesem Hintergrund derzeit viele Anbieter mit der Erstellung von Thermografieaufnahmen nach dem Motto „Erkennen Sie das Sparpotenzial Ihres Hauses“. Doch die Bauexperten raten hierbei zur Vorsicht: Nicht selten bieten Betriebe solche Aufnahmen als günstige Vorableistung an, um anschließend den Folgeauftrag für die empfohlenen Sanierungsleistungen zu erhalten. Eine professionelle Thermografieuntersuchung dagegen braucht Zeit und Expertise, wird individuell geplant, muss von außen und innen erfolgen und Wärmebrücken erkennbar machen. Eine ausführliche Beratung gehört ebenfalls zu einer fachlich korrekten Analyse dazu. Die alleinige Aussage „Ihr Haus braucht eine neue Dämmung“ ist ein Anzeichen dafür, dass der Anbieter lediglich seinen Auftrag platzieren will. Seriöse Thermografen dagegen erläutern die Ergebnisse ihrer Untersuchungen umfassend und überlassen es dem zuständigen Energieberater, gezielte Maßnahmen zu empfehlen. Quelle: VPB © photodune.net

Energieeffizienz: Rekordernte bei Solarstrom: Jahresproduktion aus 2017 bereits heute erreicht

In den ersten sechs Monaten haben die 1,7 Millionen Solaranlagen in Deutschland so viel Strom erzeugt wie im gesamten letzten Jahr. Dies ist eine aktuelle Auswertung des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar). In den ersten drei Quartalen 2018 wurden darüber hinaus über vierzig Milliarden Kilowattstunden erzeugt, rund 11 Prozent mehr als im gesamten Vorjahr. Doch trotz der Rekordernte gibt es Kritik von Seiten der Energieexperten: Zwar ist die Nachfrage nach Photovoltaik-Anlagen deutlich gewachsen und die Ergebnisse sind überzeugend, doch das Potenzial dieser alternativen Energiequelle sei aktuellen Beobachtungen zufolge längst noch nicht ausgeschöpft. Die Politik müsse den Ausbau der Solartechnik deutlich beschleunigen und den 52-Gigawatt-Deckel im EEG aufheben. Darüber hinaus empfiehlt BSW-Solar eine Vervielfachung der jährlichen Photovoltaik-Ausbauziele für Solarparks, Wohn- und Gewerbequartiere sowie die Beseitigung ungerechtfertigter Abgaben für solare Selbstversorger und Mieterstrombezieher. Quelle: BSW-Solar © photodune.net

Mieten & Vermieten: Urteil: Mietmangel muss auch bei Nichtnutzung behoben werden

Der Bundesgerichtshof entschied in einem aktuellen Urteil, dass Vermieter Mängel an der Mietsache in jedem Fall zu beseitigen und die Wohnung zum vertragsgemäßen Gebrauch zu überlassen haben. Dies gilt unabhängig, ob der Mieter die Wohnung derzeit tatsächlich nutzt (AZ VIII ZR 99/17). Im vorliegenden Fall hatte ein Mieter die Instandsetzung einer defekten Gastherme gefordert. Die Wohnung hatte er seit 2014 angemietet und seit 2016 an Familienangehörige vermittelt, die für die Zahlung der Miete zuständig waren. In erster Instanz gab das Landgericht der Vermieterin Recht, da der Mieter aufgrund der Nichtnutzung keinen Anspruch geltend machen könne. Der Bundesgerichtshof hob jedoch das Urteil auf und verwies den Rechtsstreit zurück an das Landesgericht. Es komme nicht darauf an, ob die Wohnung selbst oder von Dritten genutzt wird – die Vermieterin ist verpflichtet, die Mietsache zum vertragsmäßigen Gebrauch instand zu halten. © photodune.net


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